Hegegemeinschaft Weschnitztal
(C)  2018  /  Franz Regner

Über uns

Wahrscheinlich sind wir uns schon einmal begegnet. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, denn wir Jäger wohnen hier alle im Weschnitztal in Ihrer Nähe. Die Hegegemeinschaft ( oder auch Hegering genannt ) ist ein freiwilliger Zusammenschluss aller Jäger eines Gebietes zum Zwecke der gemeinsamen Fortbildung, gemeinsamen Interessensvertretung und gemeinsamen Problembewältigung wie Tollwutbekämpfung oder Maul- und Klauenseuche, aber auch Gefahrenbeseitigung verursacht durch Wild gegenüber Verkehrsteilnehmern . Der Staat fördert diese Zusammenkunft, weil er uns als Bindeglied zwischen Jäger und Ministerium sieht. Die Hegemeinschaft Weschnitztal könnte Ihnen bei einer unserer Aktivitäten schon einmal aufgefallen sein: Teilnahme bei der Ausrichtung der Hubertusmesse auf derWalburgiskapelle oder im Dom zu Heppenheim Kitzrettungsaktionen Führungen von Schulklassen Teilnahme an den Ferienspielen und damit auch verbunden das Mitnehmen der Kinder auf Hochsitze Begegnung und Hilfeleistung bei Wildunfällen bei Naturschutzarbeiten an Hecken oder Feuchtbiotopen oder ganz einfach bei der Jagd In diesen Zeiten ist es nicht mehr selbstverständlich über Jagd reden zu können, zu groß ist die Zahl der Jagdgegner. Dennoch wollen wir es tun:

Warum Jagen ?

Man kann von der Jagd denken was man will, aber Fakt bleibt, dass der Gesetzgeber die Jagd vorschreibt. So ist jeder Grundstückseigentümer verpflichtet, die Ausübung der Jagd im Rahmen geltender Gesetze durchzuführen oder durchführen zu lassen. Er kann dies selbst tun mit einer Mindestgröße eines zusammenhängenden Grundstückes von 75 Hektar und der Erlangung des Jagdscheines oder kann Jäger beauftragen. Hierzu ist er in einer Gebietskörperschaft Zwangsmitglied: der Jagdgenossenschaft. In ihr sind alle Grundstückseigentümer außerhalb geschlossener Ortschaften organisiert und in ihr wird geregelt, welcher Jagdpächter eingesetzt wird und zu welchen Erlösen. Es gibt aber heute schon Jagdgenossenschaften, in denen Grundstückseigentümer einen Jäger dafür bezahlen müssen, dass der gesetzlich vorgeschriebene Abschuss durch ihn bewerkstelligt wird. Dies ist der ungünstigste Fall und zeigt das Missachten an der Natur ( steigende Tendenz ), denn der Verzicht auf Jagd ist der Verzicht auf Ressourcen. Die Kielwassertheorie besagt, dass z. B. durch die Pflege eines Obstbaumes das Blütenwachstum angeregt wird, die Biene eine große Weide findet, die Biene an den Ort gebunden wird und nebenbei Wild- und Heilkräuter bestäubt, die sonst nicht mehr vorhanden wären und dass durch das Vorhandensein der Streuobstwiese Biotope für Insekten und Vögel entstehen oder geduldet werden. Die Ursache ist banal betrachtet der Eigennutz des Baumbesitzers, der Äpfel ernten will. Betrachten Sie nun einmal den Fall, dass Jagd nicht mehr stattfindet: eine Vermehrung bewirkt, dass höhere Wilddichten zu stärkeren Verbissen auf Forstpflanzen führt. Malen Sie sich selbst das Szenario aus, dass oben die Mutterbäume geschädigt sind oder überaltern und unten die Jugend so stark verbissen wird, dass eine ganze Generation ausfällt. In den Alpen lockt man aus genau diesem Grund das Wild an Fütterungen, um eben die Wälder nicht überaltern zu lassen, denn sie halten die Böden. Stört man dadurch die Lebensgemeinschaft Wald, sind sehr viele Pflanzen und Tiere vom Aussterben bedroht. Und das nur, weil es unpopulär ist, zu jagen. In Asien ist der größte Teil der Bevölkerung nicht in der Lage Fleisch zu essen und wir verzichten anscheinend. Anscheinend, denn durch die Globalisierung kommt sehr viel Wild nach Deutschland, aber es ist nicht aus deutschen Wäldern.

Warum heimisches Wild ?

Und noch ein Argument, was für die heimische Jagd spricht: Überwiegend findet die Jagd sehr zeitaufwendig von Hochsitzen aus statt. Dies garantiert den Verzicht eines Leidensweges, weil das Stück nicht weiß, dass es im nächsten Moment tot ist. Anders bei Schlachtvieh, das zu Lebzeiten schon sehr viele Qualen hinter sich hat und gerade auf seinem letzten Gang weiß, was passiert. Wir Jäger aus Ihrer Nachbarschaft möchten Ihnen Wild aus Ihrem Wald nahe bringen, denn nur von ihm wissen Sie wirklich, wo es herkommt. In unserer schnelllebigen Zeit werden solch ( zumindest damals ) erschreckenden Ereignisse wie BSE bei Rindern und Schafen, Maul- und Klauenseuche oder Schweinepest und die damit verbundenen Bilder vom Keulen des geschändeten Lebewesens stets schnell vergessen. Ursache sind Rationalisierungen zur ständigen Produktionssteigerung. Aber genau das brauchen wir Jäger nicht berücksichtigen, wenn wir mit einem gezielten Schuss Wildbret gewinnen, dem weder Hormonzusätze noch Medikamente nachzuweisen sind, das ohne Qual stressfrei gestorben ist und so eine sehr hohe Fleischgüte hat. Abzusehen davon, dass Krokodile zu Zeiten des BSE eine gut genutzte Alternative darstellen, aber sechs Tausend Kilometer weiter anreisen müssen als unser Wild. Nun Sie meinen ein Strauß oder Känguru aus einem Gatter in Deutschland verkürzt die Anlieferung. Richtig, aber gehört es hierher, wenn es sich in unseren Klimaten quält? Das meint Agenda.

Sie haben Alternativen und wir wollen sie Ihnen aufzeigen

Wir können Ihnen heute nur einen Preisrahmen nennen, denn zu unterschiedlich sind die Faktoren, die eine direkte Vergleichbarkeit verhindern. So bezahlen Sie für ein ganzes Stück in der Decke/Schwarte zwischen 4 und 7 Euro je nach Wildart und Stärke des Stückes. Einige Jäger bieten das Wild auch bratenfertig mit Knochen an. Hier müssen Sie dann 10 bis 15 Euro rechnen und haben aber keine Schwarte oder Decke mehr; nur das reine Fleisch mit den notwendigsten Knochen. Oder sie bekommen komplett ausgelöste Bratenstücke ohne Knochen eingeschweißt und eingefroren angeboten und haben damit wenig Arbeit in der Küche.  

Kennen Sie vielleicht einen unserer Jäger

der Übersicht halber nur die Jagdpächter Die Hegemeinschaft Weschnitztal im Landkreis Bergstraße besteht z.Zt. aus elf Revieren. Diese Reviere sind alle "Gemeinschaftliche Jagdbezirke”. Die vorkommenden Hauptwildarten sind Schwarzwild und Rehwild. Wenn Sie unserer Hegegemeinschaft beitreten wollen, so können Sie dieses Beitrittsformular verwenden. Die Satzung der Hegegemeinschaft V kann hier heruntergeladen werden.
Reviername Pächter Telefon Gesamt- grösse  [ha] befriedete  Fläche  [ha] Offenland- Fläche  [ha] Wald- Fläche  [ha] Wasser- Fläche   enthalten  in  Offenland- fläche  ca.[ha] Fahrenbach Lorenz Faust 06253-6521 394 46 154 194 Christian Hirsch 0160-7230660 Heinrich  Fleischmann 06253-3287 Wilhelm Kilian 06253-5929 Joachim Kilian 0163-6759434 Franz Regner 06253-4284 Horst  Kollersberger 06255-2223 Albert Dörsam 06253-3714 Gustl Wolbert 06253-3254 Roland Wolbert 06253-3814 Stefan Wolbert Bernhard Wolbert 06253-1559 Lauten- Weschnitz Adam Eberle 06253-3361 579 17 480 82 1 Lörzenbach Walter Jakob 06253-1661 431 41 281 109 1 Peter Wecht 06253-21212 Uwe Stepp 06253-85998 Rimbach II. Winfried Eger 06253-86134 400 33 340 27 1 Zotzenbach Olaf Kürschner 06256-6495 767 105 330 332 Gesamt 5660 678 3206 1776 8,5 Jens-Uwe Eder 06253-5469 1 Fürth links  der  Weschnitz 652 124 275 253 Fürth rechts  der  Weschnitz 351 70 266 15 2 Krumbach I. 510 69 400 41 Krumbach II. 405 9 136 260 1 Krumbach III. 311 4 127 180 oder Revierförsterei Fürth Rimbach I. 860 160 417 283 1,5