Hegegemeinschaft Weschnitztal
(C)  2018  /  Franz Regner

Kinderausflug in den Wildpark Bad-Mergentheim 2016

Der Jagdklub Sankt Hubertus Bergstraße veranstaltete auch in diesem Jahr wieder einen Kinderausflug. Am 11./12.08.2016, konnten wir 19 Kinder mit ihren Eltern in der Bahnhofstraße in Fürth bei der Abfahrt zu diesem Ausflug begrüßen. Als Betreuer waren mit dabei Silvia Davis, Amelie Schuhmacher, Udo Pfeil, Jens-Uwe Eder, Florian Vogel, Oswald Dörsam, sowie Franz Regner. Nach Verladen der Gepäckstücke und des Proviants verabschiedeten sich die Kinder von ihren Eltern für zwei Tage in ein schönes und spannendes Abenteuer. Die Fahrt ging von Fürth quer durch den Odenwald nach Eberbach am Neckar und von dort Richtung Buchen. In der Nähe von Buchen ging es zum ersten Ausflugsziel nach Eberstadt zur Tropfsteinhöhle. Dort wurde als Erstes einmal eine kleine Frühstücksrast eingelegt, bei der die Kinder Brötchen, Würstchen, Bananen und kleine Süßigkeiten sowie Getränke zu sich nehmen konnten. Ab ca. 11:00 Uhr hatten wir dann die Führung in der Tropfsteinhöhle. http://www.tropfsteinhoehle.eu/startseite.html Die Tropfsteinhöhle im Buchener Stadtteil Eberstadt verdankt ihre Entdeckung einem Zufall. Am 13. Dezember 1971 öffnete sich bei Sprengungen in einem Muschelkalksteinbruch an einer Wand ein ca. 1 Meter hoher und 2 Meter breiter Spalt. Bereits die ersten vorsichtigen Erkundungen ließen die atemberaubende Schönheit eines Naturdenkmals erahnen, das einmalig in Süddeutschland ist. Unvergesslich ist für jeden Besucher sind die Eindrücke, den die Eberstadter Tropfsteinhöhle mit ihrem Formenreichtum hinterlässt. Auf gut ausgebauten Wegen kommt man ohne eine Stufe vom Parkplatz bis zum modernen Besucherzentrum, in dem man sich umfassend in Bild und Ton informieren kann. Durch einen kurzen Gang mit kristallinen Exponaten erreicht man die 600 Meter lange Höhle; ihre Breite schwankt zwischen 2  und 7 Metern, die Höhe zwischen 2,5 und 8 Metern. Innerhalb der Höhle liegt die Temperatur konstant bei 11 Grad, die Luftfeuchtigkeit etwa bei 95%. Das Alter der Eberstadter Tropfsteinhöhle schätzt man auf ein und zwei Millionen Jahre. Während dieser Zeit sind alle Formen von Sinterbildungen an den Wänden, Decken und am Höhlenboden entstanden. Stalaktiten nennt man Tropfsteine, die an der Höhlendecke hängen und Stalagmiten Tropfsteine, die von der Höhlensohle aufwärts wachsen. Leider darf in der Höhle nicht fotografiert werden. Daher können wir auch keine Bilder der Kinder zeigen, die von den Gebilden, die die Natur in ein bis zwei Millionen Jahren erschaffen hat, beeindruckt waren. Da war z.B. die “Hochzeitstorte”, die “Weiße Frau von Eberstadt”, der “Elefantenrüssel”, den die Kinder finden mussten, der Vesuv, der “Haifischrachen” sowie weitere Gebilde zu bestaunen. Nach Ende der Führung konnten wir alle nochmals erfrischende Getränke oder ein Eis und natürlich auch Essen zu uns nehmen, bevor die Fahrt dann nach Bad-Mergentheim zum Wildpark weiterging. Dort angekommen, wurde unser Gepäck aus dem Bus in einen Transporter des Wildparks umgeladen, damit der Bus zurück fahren konnte. Nun ging es auf kürzestem Weg direkt in den Wildpark. www.wipaki.de Dort angekommen, durften die Kinder sich einige Zeit in der Koboldburg und verschiedenen Spielgeräten austoben. Dann ging es gemeinsam durch den Park Richtung der Zelte vor dem Wolfsgehege. Die Kinder wurden in kleine Gruppen mit ein oder zwei Betreuern eingeteilt, welche auf dem Weg die Tiere und deren Lebensgewohnheiten den Kindern nahe brachten und die neugierigen Fragen beantworteten. Am Übernachtungsplatz pünktlich um 18:00 Uhr angekommen, wurden wir von Melanie, der Betreuerin des Tierparks, begrüßt. Bei den Wölfen wurde als erstes das Nachtlager errichtet. Die Rinderfelle mussten geholt, auf der Strohunterlage ausgebreitet und die Schlafsäcke darauf gelegt werden. Dann war es auch schon Zeit für das Abendessen. Am Grillplatz wurde das Feuer entzündet, die Kinder mussten sich Stöcke für das Stockbrot und die Würstchen holen. Es gab Brat- und Rindswürste, Stockbrotteig, Gurken und Tomaten. Faszinierend war es zu sehen, wie so manches Würstchen und auch Stockbrot schwarz wurde oder auch in der Glut versank. Aber es war ja jede Menge davon vorhanden. Nach der Sättigung aller Raubtiere wurde es langsam auch schon dunkel und die Betreuerin Melanie hat alle zum Wolfgehege gebeten. Dort informierte sie die Kinder über das dort lebende Wolfsrudel. Dass es das größte Wolfsrudel in Europa ist ( ca. 30 erwachsene Wölfe und viele Junge ), es die größte Wolfsart, nämlich der Timberwolf, ist und dass der Bezug zum Menschen weitgehends vermieden wird. Die Kinder durften dann auch ein Wolfsfell anfassen, bekamen einen Wolfsschädel gezeigt, sowie einen großen Rinderknochen, der zeigen soll, dass die Wölfe so viel Kraft in den Kiefern haben, dass sie diesen zerbeißen können. Am Ende des Vortrags begann es nun leicht zu regnen. Wir holten nun alle unsere mitgebrachte Regenkleidung und machten uns auf eine Nachtwanderung in den Wäldern rund um den Tierpark auf. Dabei durften die Taschenlampen nicht eingeschaltet werden. Nach kurzer Zeit hatten wir uns alle an die Dunkelheit gewöhnt und konnten doch noch die vor uns laufenden Kinder und Betreuer erkennen. Kurz vor Ende der Nachtwanderung gab es noch eine kleine Mutprobe für die Kinder und die Betreuer. Jeder musste vom aktuellen Standort im Wald zum nächsten parallelen Hauptweg alleine entlang eines ca. 100m langen Waldpfades, in einem sehr dicht bewachsenen und daher stockdunklen Wald, finden. Das war mal eine Herausforderung, die von Allen gut und ohne Angst bewältigt wurde. Wir Betreuer waren überrascht. Am Wolfsgehege angekommen, ging es dann in die Schlafsäcke. Da es doch ein sehr langer Tag mit vielen Eindrücken war, war die Nachtruhe erstaunlich schnell hergestellt und die Nacht verlief entsprechend ruhig. Am nächsten Morgen um 7:15 Uhr mussten alle aufstehen und in die Toilettenräume zur Körperhygiene gehen ( Katzenwäsche ). Danach ging es ins große Aufenthaltsgebäude zum Frühstücken. Bei Kakao, Milch, Brötchen und diversen Brotaufstrichen war dann die Müdigkeit schnell vergessen und es konnte zurück zum Zelt gehen, um das Nachtlager abzubauen. Mit etwas Hilfe der Betreuer waren dann auch die sperrigen Schlafsäcke wieder verstaut. Dann ging es den restlichen Weg durch den Wildpark zu den Tieren, die am Vortag noch nicht besucht worden waren, zurück zum Eingang. Auch hierbei konnten nochmals viele Eindrücke und Informationen über die Wildtiere gewonnen werden. Am Eingang durften die Kinder dann nochmals in der Koboldburg toben bis der Bus zur Rückfahrt da war. Die Heimreise war sehr ruhig und die restliche Verpflegung wurde verzehrt.