Hegegemeinschaft Weschnitztal
(C)  2018  /  Franz Regner

Ferienspiele der Gemeinde Fürth 2016

  Wie in den vergangenen Jahren empfingen die Jäger der Hegegemeinschaft Weschnitztal vier Gruppen der Fürther Ferienspielkinder (insges. 70 Kinder und ihre Betreuer) an der Bürgermeister-Dörsam-Rast am Erzberg. Mit einem Begrüßungssignal aus den Jagdhörnern von Werner Thron, Hans Reinig, Jens Eder und Franz Regner hießen wir die Kinder willkommen. Mit diesem uralten Kommunikationsmittel, dem Jagdhorn, wurde früher die gesamte Jagd organisiert. Auch wenn die heutigen Handys besser zu sein scheinen, gab es mit dem Jagdhorn nie „Funklöcher“. Die Jägerschaft bewirtete alle Kinder mit Getränken, Bratwurst, Rindwurst und Wildschweinbratwurst. Die Kosten übernahm weitestgehend die Gemeinde Fürth. An vier Stationen vermittelten insgesamt elf Jäger und fünf Enkel bzw. Kinder der Jäger Wissen über die Zusammenhänge in der Natur. An der Station Tradition und Technik vermittelte unser ältester Jäger Wilhelm Kilian mit Franz Regner, was das Ziel einer Hege ist und wie man dorthin kommt. Auf einigen Postern mit darstellenden Bildern wurde verdeutlicht, welche Ansprüche die Tiere an ihre Umgebung haben. Dabei kann man den Tieren mit Biotopgestaltungen Unterstützung geben. Weiterhin konnten sich die Kinder an dieser Station, unter Anleitung der Jagdhornbläser, im Jagdhornblasen versuchen und als Entspannung mit Blasrohren und Pfeilen auf Luftballons schießen. Auf dem Pirschpfad stellte der stellvertretende Vorsitzende der Hegegemeinschaft  Johannes Helferich zusammen mit Luca Kilian lebensnah Wildtiere im Wald auf. Wenn die Kinder die Tiere entdeckten, erklärten die Jäger Erkennungsmerkmale und Verhalten der Tiere und beantworteten die vielen spontan aufkommenden Fragen der wissbegierigen Kinder.   Entlang des Pirschzeichenpfades konnten die Kinder Spuren von Tieren entdecken. Diese wurden zuvor markiert und beim Entdecken erklärt. Unauffällige Plätze, auf denen Rehe geruht haben, wiesen noch zum Teil feine Haare auf. Fegestellen weisen auf das Markieren des Revieres hin und Verbissstellen zeigen auf die Nahrungsaufnahme. In einem mitgebrachten Sandkasten konnten unsere Jäger Siegfried Lengnick und Oswald Dörsam Tierspuren erklären, die die Kinder mit entsprechenden Stempeln abdrücken konnten. Die Tiere der entstandenen Fährten waren als Präparate zur Darstellung an ihren Füßen in unmittelbarer Nähe.   An der Hundestation konnte die Jägerschaft Hundearbeit mit Hilfe dreier Rassen erklären. Ein Jackrussel- Terrier, ein Weimaraner und ein Labrador Retriever führten ihr Können vor und mussten Befehle vor den neugierigen Kindern vorführen. Neben dem ausgesprochenen Befehl reagierten sie aber auch auf Trillern und Pfeifen sowie Zeichensprache, was die Jäger Florian Vogel und Jens Eder mit ihren Hunden eindrucksvoll vorführen konnten. Für die geleistete Arbeit erhielten sie von den Kindern sehr viele „Lobebrocken“, was die Hunde in den nächsten Tagen wieder abtrainieren müssen. An vielen mitgebrachten Werkzeugen konnte die Arbeit mit dem Hund erklärt werden. Die Jägerschaft will damit auch die Notwendigkeit und die Leistungsbereitschaft der Tiere zeigen. Am letzten Stand, der Nahrungsaufnahme bzw. der Atzung, boten die Jäger Rolf Schmidt und Lorenz Faust Wildschweinbratwürste und Getränke an. Für die Kinder, die das nicht wollten oder nicht durften, hielten sie auch Rindsbratwürste und normale Schweinebratwürste parat. An der Stimmung der Kinder und ihrer Betreuer war erkennbar, dass es ein schöner Tag für alle war. Auch die Jäger hatten sehr viel Spaß mit den aufgeschlossenen Kindern.