Hegegemeinschaft Weschnitztal
(C)  2018  /  Franz Regner

Kinderaktionstag am Sonntag den 11.06.2017 im Bergtierpark Erlenbach

Wir, die Jäger der Hegegemeinschaft Weschnitztal sowie einige freiwillige Helfer haben an diesem Sonntag von den insgesamt sieben Stationen beim Aktionstag des Bergtierparks in Erlenbach vier Stationen gestaltet. Nachdem die Besucher des Tierparks diesen besichtigt hatten, waren am Ausgang die Stationen aufgebaut. Die erste war die Station Kinderschminken. Die Kinder, sofern sie wollten, konnten sich hier das Gesicht schminken lassen. Dann sah man im Park alle möglichen bunte Kindergesichter mit sehr schönen Motiven. Sogar eine geschminkte Wildkatze war zu sehen. Hauptattraktion an diesem Tag war natürlich die Schafschur. Der 75-jährige Heinz Freund zeigte dem Publikum, wie die Schafe geschoren werden und hierdurch das Grundmaterial Wolle zum Spinnen und Filzen gewonnen wird. Der Tierpfleger Josef Unger zeigte dann, wie die Klauenpflege an den Schafen gemacht wird und erklärte auch die Gründe für das Scheren der Schafe und das Schneiden der Klauen. An einer weiteren Station wurden von zwei Frauen der „Geopark vor Ort Begleiter“ gezeigt und erklärt, wie man aus der Schafswolle Filz herstellt. Es wurden verschiedenfarbige runde Kugeln gemacht, welche dann aufgeschnitten wurden. Wenn man nun die Kugeln zusammendrückte, konnte man den Aufbau des Filzes sehen. Die Kinder durften diese Kugeln als Muster mit nach Hause nehmen. Passend zur Schafschur wurde die Verarbeitung der Wolle, durch unsere Helferin Bärbel Habel von den Naturagendten, an der Spinnstation gezeigt. Sie erklärte den Fellaufbau und die Kinder konnten die Wolle des Skuddeschafs in den Händen fühlen und durften Proben mit nach Hause nehmen. Bärbel zeigte den interessierten Besuchern, wie man mit einer Handspindel und den Spinnrädern das Vlies zu Wolle verarbeitet. Auf der Aussichtplattform mit Blick auf Damhirsch, Zwergziegen und Yak wurden Kindern und Erwachsenen von unseren Mitstreitern Franz-Josef Weber und Volkmar Hamm viele Informationen zu heimischen Vögeln und deren Lebensraum sowie zum Nistkastenbau und über die Technik des Fernglases vermittelt. Als Aufgabe für die Kinder waren mit dem Fernglas im Park aufgehängte Vogelbilder zu suchen und anhand eines Posters zu bestimmen. Wurden alle Vögel erkannt, so erhielten die Kinder ein Fernglaszertifikat. Hinter dem Schulungsgebäude warteten Amelie Schumacher,  Alexander Fraas und Siegfried Lengnick auf die Besucher. Dort durften die Kinder mit Stempeln Fährtenabdrücke vieler Tiere in den Sand machen und mussten dann die zugehörigen Tiere anhand der Schautafeln ermitteln. An diesen Tafeln wurden sie dann über den Lebensraum sowie die Nahrung einiger heimischer Wildtiere aufgeklärt. Viele Felle verschiedener Tiere durften angefasst werden und  die Besucher wurden auf die Unterschiede von Geweih und Horn aufgeklärt. Auch Vogelfedern wurden gezeigt und auf die verschiedenen Unterschiede hingewiesen. In der Wiese nebenan konnten die Kinder und deren Eltern versuchen, Hufeisen in eine aufgestellte Stange zu werfen. An der Feldscheune unterhalb der Schafschur durften die Kinder sich im Blasrohrschießen, unter Aufsicht von Oswald Dörsam, auf Luftballons üben. Konnten Felle von Fuchs, Steinmarder und Iltis anfassen und umhängen. Wenn die Kinder getroffen hatten, bekamen sie zur Belohnung diverse Süßigkeiten als Preis. Danach wurden sie durch Franz Regner in die Geheimnisse des Jagdhornblasens eingeführt. Jedes Kind brachte danach zumindest einen Ton aus dem Fürst-Pless- Horn oder dem Parforcehorn hervor. Weiterhin wurde den Kindern erklärt, dass ein Jagdhorn ja nur ein rund gebogenes Rohr ist. Dies wurde dann anhand mehrerer ineinander gesteckter Rohre mit einem Trichter am Ende gezeigt, auf welchen dann auch geblasen wurde. Auch die Eltern wurden an dieser Station mit einbezogen. So mussten auch sie ihr Können an den Blasrohren und Jagdhörnern beweisen. Als Preis durften sie dann einen Schnaps trinken, wobei sie danach erraten mussten, aus welcher Frucht er war. Es war wieder ein schöner Tag und wir konnten den Besuchern durch viele Informationen unsere Natur und unsere traditionellen Handwerke näherbringen.